Das Pferd

Die Grundhaltung des Pferdes:

Empathisch, akzeptierend, kongruent

Das Pferd ist grundsätzlich dem Menschen zugewandt. Dieser muss sich drauf einlassen und versuchen zu verstehen (Empathie).

Das Pferd nimmt den Menschen an wie er ist, kennt keine Vergangenheit, ist vorurteilsfrei (Akzeptanz).
Pferde können sensibel die Gemütsverfassung des Menschen erfassen z.B. Körperhaltung, Stimme (Kongruenz).


  • Anregung aller Sinne durch das Pferd
  • das Pferd ist von Natur aus ausgeglichen, freundlich und verlässlich
  •  das Pferd erzieht zum Aufschub und Zurückstellen eigener Bedürfnisse
  • Pferde sind individuell (Blick auf Stärken und Schwächen möglich)
  • Nonverbale Kommunikation ist möglich und nötig
  • das Pferd fördert das Gleichgewicht:

      Gehalten und Getragen werden

  • das Pferd kann Entspannung auslösen (Schritt) oder beleben (Trab/Galopp)
  • Abbau von Verhaltensauffälligkeiten bei unsicher gebundenen Kindern (Bindungsstörungen)
  • das Pferd hilft bei der Förderung und Entwicklung sozialer Kompetenzen
  • Steigerung des Selbstbewusstseins 
  • das Pferd urteilt nicht, es müssen keine Erwartungen erfüllt werden
  • es bedarf einer Konzentration auf das Hier und Jetzt
  • das Pferd zeigt seine Zuneigung, aber auch Abneigung deutlich durch Blickkontakt/Körperkontakt (Erleichterung von Bindungsaufbau)
  • ein Pferd ist ein Herdentier und somit ein Vorbild für Gruppenverhalten
  • das Pferd ist in seinem Verhalten unbestechlich und kann sich deutlich und verständlich durch Weggehen oder Wegsehen vom Menschen abgrenzen (Nähe / Distanz)
  • Pferde sind sehr sensibel bei Lärm oder Unvorhersehbarem
  • Pferde sind ein Spiegel der Gefühle und Befindlichkeiten des Menschen

Reittherapie

Die Reittherapie ist eine ganzheitliche Förderung der motorischen, emotionalen, kognitiven, sprachlichen, psychischen und sozialen Fähigkeiten am und auf dem Pferd für jedes Alter.

Die Reittherapie zeichnet sich besonders durch ihre Individualität aus. So ist die Reittherapie für nahezu jedes Alter (vom Kleinkind bis zum Erwachsenen) geeignet, solange keine Kontraindikation vorliegt. So bunt wie die Individualität der Patient*innen, darf auch die Therapiestunde ausfallen und so fließen verschiedene Materialien und Methoden in die Reittherapiestunde ein. 


Ebenfalls sehe ich die Reittherapie als eine Möglichkeit der Entschleunigung des stressigen Alltags an. Ein Sein und Fühlen des Hier und Jetzt.

Reitpädagogik

 
Unter Reitpädagogik verstehe ich das spielerische Heranführen der Kinder an das Pferd. 
Die Kindern lernen den Umgang mit den Pferden, wie nähere ich mich einem Pferd, wie putze ich ein Pferd, was braucht ein Pferd und und und. Gleichzeitig können die Kinder durch das Herdenverhalten der Pferde in soziale Interaktion mit den Pferden und den anderen Kindern gehen bzw. diese erlernen. Je nach Alter fördert die Reitpädagogik das Selbstvertrauen, die Selbstständigkeit, die Motorik etc. der Kinder. Zudem wird das soziale Miteinander erlernt sowie die Einhaltung von Regeln im Umgang mit den Pferden.